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Aktuelle Einträge

  • 28. Februar 2026
    Schiller-Balladen und Elektro-Sounds im DNT Weimar

    Deutsches Nationaltheater Weimar

    Am 24. März 2026, 20 Uhr, erklingen unter dem Titel »Hoffnung – Schiller Synthesized« im Deutschen Nationaltheater Weimar wieder Gedichte und Balladen von Schiller zu Elektro-Sounds.

    Ankündigungstext auf der Website des DNT
    »Wäre Schiller in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geboren worden, er hätte sicher zu den großen Erzählern des modernen Kinos gehört und vielleicht eine spannende Serie kreiert, die uns allabendlich vor die Bildschirme bannen würde. Denn das sind seine Dramen, aber vor allem auch seine Balladen: eindrückliche, spannende, hochemotionale Geschichten, die ihre Leserinnen oder Zuhörerinnen zu fesseln vermögen. Darin begegnet man wilden Tieren, dem tobenden Meer oder gefährlichen Räuberbanden; geht es um unverbrüchliche Treue, um die geheimnisvolle Macht der Kunst oder um die Folgen menschlicher Hybris. Aber auch komödische Sujets liefert uns der Dichter, in denen er sich als Poet selbst auf die Schippe nimmt.

    Gemeinsam mit den beiden Schlagwerkern Simon Lauer und Timo Schmeichel, die sich mit ihrer Veranstaltungsreihe »Anschlag« ein eigenes Publikum erworben haben, wird Sebastian Kowski diese Geschichten zum Leben erwecken. Auf ungewöhnliche Weise: Im Gewand elektronisch animierter Drum-Sounds, unterstützt von Live-Klängen neuartiger Synthesizer mit ihren unterschiedlichsten Spielweisen und ergänzt durch herkömmliche Instrumente, können Sie aufregendes »storytelling« mit Gedichten und Balladen von Friedrich Schiller erleben.«

  • 05. Januar 2026
    Fundstück: Dr Handschuhk von Lene Voigt

    Porträt Lene Voigt, Bildrechte: Lene-Voigt-Gesellschaft e.V.

    Die sächsische Mundartdichterin Lene Voigt, geboren am 2. Mai 1891 in Leipzig und am 16. Juli 1962 auch dort gestorben, wurde mit ihren humorvollen Gedichten in sächsicher Mundart bekannt. Neben Theaterstücken wie »Die Räuber« oder »Faust« übertrug sie auch die Balladen der ‘Klassiker’ in die sächsische Mundart.

    Ihre Parodie von Schillers »Der Handschuh« findet sich zum Nachlesen auf der alten Website der Lene-Voigt-Gesellschaft e.V. und in Leipziger Mundart vorgetragen auf YouTube von Daniel Geißler. Wer die Texte einmal live hören möchte, sei an Tom Pauls Theater verwiesen.

  • 12. Dezember 2025
    Neu erschienen: Friedrich Schiller und Malta

    Cover zu »Friedrich Schiller und Malta«

    Bei Königshausen und Neumann ist von Thomas Freller neu erschienen: Insel – Ritter – Ideal. Friedrich Schiller und Malta

    Auf der Verlagswebsite heißt es dazu:

    »Friedrich von Schiller hat sich spätestens seit 1788 – im Zuge der Arbeit am Dom Karlos – sowohl in dichterischer als auch historisch-wissenschaftlicher Hinsicht intensiv mit dem Malteserorden und seiner damaligen Residenz, der Mittelmeerinsel Malta, beschäftigt. Dabei entstanden die Balladen bzw. Gedichte »Der Kampf mit dem Drachen« und »Die Johanniter«, das Vorwort zur Übersetzung der Maltesergeschichte des Abbé Vertôt durch seinen Schüler Immanuel Niethammer und vor allem das bis zu seinem Tod unvollendet gebliebene Drama »Die Maltheser«. Auch verschiedene zentrale – seien es fiktive oder an realen Vorbildern orientierte – Protagonisten seiner Werke, etwa der Marquis de Posa (Dom Karlos) oder Ottavio Piccolomini (Wallenstein), waren Malteserritter. Begleitend zum Schaffensprozess an diesen Werken kam es zum Austausch über den Orden mit verschiedenen prominenten Vertretern der communitas litteraria des Reichs, darunter auch Johann Wolfgang von Goethe.

    Das vorliegende Buch versucht das Interesse Schillers am Malteserorden zu beleuchten und in der zeitgenössischen Auseinandersetzung mit den vor dem Hintergrund der Spätaufklärung massiv politisch und ideologisch befrachteten Themen der Raison d’être der geistlichen Ritterorden, des sogenannten Ungläubigenkampfes, christlich-katholischer Werte und der Karitas zu verankern. Zusätzlich soll versucht werden, den Schaffensprozess Schillers an seinen oben aufgeführten Werken nachzuzeichnen.«

  • 24. November 2025
    Schillers »Wallenstein« an den Münchner Kammerspielen

    Das angesichts der Fülle und Monstrosität des »unpoetischen« und »widerspenstigsten Stoffs« von Schiller nicht »ohne einen gewissen kühnen Glauben an mich selbst« zunächst als Einzeldrama konzipierte und später zu einem Vorspiel und zwei Schauspielen ausgebaute Dramatische Gedicht um Aufstieg und Fall des kaiserlichen Generalissimus Wallenstein im 30–jährigen Krieg wurde, nach des Dichters eigener Berechnung, in insgesamt 20 Monaten zu Papier gebracht und am 20. April 1799 in Weimar uraufgeführt – mit großem Erfolg, wie es heißt.

    Eine Neuinszenierung von Schillers monumentaler Trilogie ist seit 4. Oktober 2025 an den Münchner Kammerspielen in einer siebenstündigen Aufführung und mithin in wahrhaft epischer Länge zu erleben. Die Aufführung unter der Regie von Jan-Christoph Gockel zieht Parallelen zwischen Wallenstein und Yevgeny Prigozhin, dem 2023 ermordeten Anführer der russischen Söldnergruppe »Wagner«, beleuchtet vor dem Hintergrund des historischen Dramas aktuelle weltpolitische Fragen nach Krieg und Frieden und lädt das Publikum zu Diskussion und eigener Stellungnahme ein.

    Weitere Spieltermine sind:
    Sa, 29.11.2025, 15:00 – 22:00 Uhr
    Sa, 20.12.2025, 15:00 – 22:00 Uhr
    Sa, 27.12.2025, 15:00 – 22:00 Uhr
    Di, 6.1.2026, 15:00 – 22:00 Uhr
    Do, 14.5.2026, 15:00 – 22:00 Uhr

    Weitere Infos finden Sie hier.

  • 20. November 2025
    Rückblick auf die Schillertage 2025

    Vergabe des Schiller-Förderpreises 2025 an Delf Lützen

    Vom 7. bis 9. November fanden die 34. Schillertage in Jena statt zum Thema Ästhetik und Geschichte: Zur Theorie und Praxis der Idylle um und nach 1800. Wir hörten drei Vorträge, die uns nicht nur Schillers Konzept der Idylle näherbrachten, sondern auch dessen zeitgenössische Rezeption in Literatur, Philosophie und Malerei vermittelten.

    Einen Einblick bekamen wir in das neue Goethe-Laboratorium der Friedrich-Schiller-Universität Jena und erlebten am Abend ein Gesprächskonzert zu Walther von Goethes Kompositionen, Texten und Lebenszeugnissen in der Aula der Universität.

    Im Rahmen der wissenschaftlichen Vorträge haben wir zum zweiten Mal den Schiller-Förderpreis vergeben. Er ging in diesem Jahr an den Literaturwissenschaftler Delf Lützen (Universität Kiel). Ausgezeichnet wurde Lützen für seine Masterarbeit, in der er die bislang wenig erforschte Schriftstellerin Amalie von Imhoff und ihre intensive Auseinandersetzung mit antiken Stoffen und der Ästhetik der Weimarer Klassik untersucht. Mehr dazu erfahren Sie hier.

    Wir möchten uns bei allen Teilnehmer:innen und Mitgliedern für dieses gelungene Wochenende bedanken. In unserer Chronik der Schillertage geben wir einen kleinen Rückblick auf die vergangenen Tage.