Neuigkeiten

Aktuelle Einträge

  • 05. Januar 2026
    Fundstück: Dr Handschuhk von Lene Voigt

    Porträt Lene Voigt, Bildrechte: Lene-Voigt-Gesellschaft e.V.

    Die sächsische Mundartdichterin Lene Voigt, geboren am 2. Mai 1891 in Leipzig und am 16. Juli 1962 auch dort gestorben, wurde mit ihren humorvollen Gedichten in sächsicher Mundart bekannt. Neben Theaterstücken wie »Die Räuber« oder »Faust« übertrug sie auch die Balladen der ‘Klassiker’ in die sächsische Mundart.

    Ihre Parodie von Schillers »Der Handschuh« findet sich zum Nachlesen auf der alten Website der Lene-Voigt-Gesellschaft e.V. und in Leipziger Mundart vorgetragen auf YouTube von Daniel Geißler. Wer die Texte einmal live hören möchte, sei an Tom Pauls Theater verwiesen.

  • 12. Dezember 2025
    Neu erschienen: Friedrich Schiller und Malta

    Cover zu »Friedrich Schiller und Malta«

    Bei Königshausen und Neumann ist von Thomas Freller neu erschienen: Insel – Ritter – Ideal. Friedrich Schiller und Malta

    Auf der Verlagswebsite heißt es dazu:

    »Friedrich von Schiller hat sich spätestens seit 1788 – im Zuge der Arbeit am Dom Karlos – sowohl in dichterischer als auch historisch-wissenschaftlicher Hinsicht intensiv mit dem Malteserorden und seiner damaligen Residenz, der Mittelmeerinsel Malta, beschäftigt. Dabei entstanden die Balladen bzw. Gedichte »Der Kampf mit dem Drachen« und »Die Johanniter«, das Vorwort zur Übersetzung der Maltesergeschichte des Abbé Vertôt durch seinen Schüler Immanuel Niethammer und vor allem das bis zu seinem Tod unvollendet gebliebene Drama »Die Maltheser«. Auch verschiedene zentrale – seien es fiktive oder an realen Vorbildern orientierte – Protagonisten seiner Werke, etwa der Marquis de Posa (Dom Karlos) oder Ottavio Piccolomini (Wallenstein), waren Malteserritter. Begleitend zum Schaffensprozess an diesen Werken kam es zum Austausch über den Orden mit verschiedenen prominenten Vertretern der communitas litteraria des Reichs, darunter auch Johann Wolfgang von Goethe.

    Das vorliegende Buch versucht das Interesse Schillers am Malteserorden zu beleuchten und in der zeitgenössischen Auseinandersetzung mit den vor dem Hintergrund der Spätaufklärung massiv politisch und ideologisch befrachteten Themen der Raison d’être der geistlichen Ritterorden, des sogenannten Ungläubigenkampfes, christlich-katholischer Werte und der Karitas zu verankern. Zusätzlich soll versucht werden, den Schaffensprozess Schillers an seinen oben aufgeführten Werken nachzuzeichnen.«

  • 24. November 2025
    Schillers »Wallenstein« an den Münchner Kammerspielen

    Das angesichts der Fülle und Monstrosität des »unpoetischen« und »widerspenstigsten Stoffs« von Schiller nicht »ohne einen gewissen kühnen Glauben an mich selbst« zunächst als Einzeldrama konzipierte und später zu einem Vorspiel und zwei Schauspielen ausgebaute Dramatische Gedicht um Aufstieg und Fall des kaiserlichen Generalissimus Wallenstein im 30–jährigen Krieg wurde, nach des Dichters eigener Berechnung, in insgesamt 20 Monaten zu Papier gebracht und am 20. April 1799 in Weimar uraufgeführt – mit großem Erfolg, wie es heißt.

    Eine Neuinszenierung von Schillers monumentaler Trilogie ist seit 4. Oktober 2025 an den Münchner Kammerspielen in einer siebenstündigen Aufführung und mithin in wahrhaft epischer Länge zu erleben. Die Aufführung unter der Regie von Jan-Christoph Gockel zieht Parallelen zwischen Wallenstein und Yevgeny Prigozhin, dem 2023 ermordeten Anführer der russischen Söldnergruppe »Wagner«, beleuchtet vor dem Hintergrund des historischen Dramas aktuelle weltpolitische Fragen nach Krieg und Frieden und lädt das Publikum zu Diskussion und eigener Stellungnahme ein.

    Weitere Spieltermine sind:
    Sa, 29.11.2025, 15:00 – 22:00 Uhr
    Sa, 20.12.2025, 15:00 – 22:00 Uhr
    Sa, 27.12.2025, 15:00 – 22:00 Uhr
    Di, 6.1.2026, 15:00 – 22:00 Uhr
    Do, 14.5.2026, 15:00 – 22:00 Uhr

    Weitere Infos finden Sie hier.

  • 20. November 2025
    Rückblick auf die Schillertage 2025

    Vergabe des Schiller-Förderpreises 2025 an Delf Lützen

    Vom 7. bis 9. November fanden die 34. Schillertage in Jena statt zum Thema Ästhetik und Geschichte: Zur Theorie und Praxis der Idylle um und nach 1800. Wir hörten drei Vorträge, die uns nicht nur Schillers Konzept der Idylle näherbrachten, sondern auch dessen zeitgenössische Rezeption in Literatur, Philosophie und Malerei vermittelten.

    Einen Einblick bekamen wir in das neue Goethe-Laboratorium der Friedrich-Schiller-Universität Jena und erlebten am Abend ein Gesprächskonzert zu Walther von Goethes Kompositionen, Texten und Lebenszeugnissen in der Aula der Universität.

    Im Rahmen der wissenschaftlichen Vorträge haben wir zum zweiten Mal den Schiller-Förderpreis vergeben. Er ging in diesem Jahr an den Literaturwissenschaftler Delf Lützen (Universität Kiel). Ausgezeichnet wurde Lützen für seine Masterarbeit, in der er die bislang wenig erforschte Schriftstellerin Amalie von Imhoff und ihre intensive Auseinandersetzung mit antiken Stoffen und der Ästhetik der Weimarer Klassik untersucht. Mehr dazu erfahren Sie hier.

    Wir möchten uns bei allen Teilnehmer:innen und Mitgliedern für dieses gelungene Wochenende bedanken. In unserer Chronik der Schillertage geben wir einen kleinen Rückblick auf die vergangenen Tage.

  • 13. Oktober 2025
    Schillers »Don Karlos« im Schiller-Theater Rudolstadt

    Szene Schillers »Don Karlos« im Schiller-Theater Rudolstadt

    Schiller bezeichnete »Don Karlos«, uraufgeführt 1787 in Hamburg, als »das Lieblingskind« seines Geistes. Am 21. August 1794 wurde es erstmals in Rudolstadt aufgeführt, damals als Gastspiel durch das Weimarische Hoftheater.

    Mehr als 230 Jahre später wurde am 13. September 2025 das Schiller-Theater in Rudolstadt mit einer Neuinszenierung von »Don Karlos« eingeweiht, Regie führte Henriette Hörnigk. Publikum und Presse zeigten sich begeistert.

    Weitere Spieltermine sind:
    Fr, 07.11.2025, 19:30 Uhr
    Di, 16.12.2025, 15:00 Uhr
    Fr, 23.01.2026, 19:30 Uhr

    Weitere Infos finden Sie hier.